Meine Bilanz 2026

Das Jahr 2026 war einerseits von Großprojekten wie dem Bau der Solarparks bei Ebringen und im Katzental geprägt, andererseits aber auch durch kleinere Themen wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder den Bau weiterer E-Ladesäulen. Viele der Projekte zielen auf CO₂-Vermeidung und Klimaschutz. Ich bin der Auffassung, dass wir auch Gottmadingen einen deutlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele leisten müssen. Auf örtlicher Ebene haben wir es in der Hand, mit vielen vermeintlich kleineren Entwicklungen in Summe einen nennenswerten Beitrag zu liefern.
Das Jahr 2026 war auch vom Bau eines weiteren Wohnhauses zur Unterbringung von Geflüchteten geprägt. Damit schafft es die Gemeinde Gottmadingen, ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen. Bei deutlich zurückgehenden Zahlen geflüchteter Menschen wird uns hoffentlich ab dem Jahr 2027 diese Aufgabe nicht mehr so stark fordern und keine größeren Bauprojekte mehr auslösen.

 

Die einzelnen Investitionen und Projekte im Überblick:


Für die Förderung der E-Mobilität:
Neue Ladesäulen vor kommunalen Gebäuden

Neue Ladesäulen für E-Autos
14 neue Ladepunkte wurden vor den Gebäuden der Gemeinde errichtet.

Die Elektromobilität gewinnt rasant an Bedeutung – und mit ihr der Bedarf an einer leistungsfähigen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur.
Dieses Thema stellt sich auch die Gemeinde Gottmadingen und investiert gezielt in den Ausbau moderner Ladesäulen. 
Insgesamt konnten 14 Ladepunkte mit einer jeweiligen maximalen Leistung von 11 kW in der Nähe der kommunalen Gebäude, die mit Photovoltaik-Aufdachanlagen ausgestattet sind, installiert werden. Die Stromversorgung der Säulen erfolgt auch von den Solaranlagen auf den Dächern. Daher werden Ladevorgänge tagsüber angestrebt, wenn der PV-Strom erzeugt wird. Bei den Ladepunkten handelt es sich um sogenannte „Langsam-Lader“, die ideal für das Laden der Fahrzeuge auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde während der Arbeitszeit geeignet sind. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde dürfen, solange dies steuerlich zulässig ist, kostenlos laden. Das ist auch ein Benefit und ein Instrument der Mitarbeiterbindung für die eigene Belegschaft. Die Säulen stehen aber auch der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende geleistet und gleichzeitig die Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Besucherinnen und Besucher gestärkt.
Für das gesamte Projekt wurden rund 175.000 € ausgegeben, wobei gut 160.000 € und damit der Löwenanteil über einen Zuschuss finanziert werden konnte.

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Für die Energiewende:
Bau von zwei großflächige Freiland-Solaranlagen

Solarpark Katzental im Bau
Der Solarpark Katzental während der Bauphase.

Ein Großprojekt beherrschte zumindest vom Investitionsvolumen und vom Arbeitsaufwand das Jahr 2025: der Bau der beiden Solaranlagen bei Ebringen und im Katzental in Gottmadingen. Für diesen zentralen Schritt zum Klimaschutz hat die Gemeinde extra eine eigene Firma, nämlich die kommunale Solarpark Gottmadingen GmbH & Co. KG, gegründet. Über 10 Millionen € fließen in den Bau der ersten beiden Freiland-Solaranlagen.
Heute spüren wir auch in unserer Heimat die Folgen des Klimawandels: sommerliche Extrem-Hitzeperioden, verbunden mit Trockenheit, und verstärkte Starkregenereignisse prägen das Wetter. Es gibt nur einen Weg, die Folgen dieser Entwicklung abzumildern: der Ausstoß von CO₂ muss deutlich reduziert werden und am Ende null betragen.
Die beiden Solarparks Vorrätzen und Katzental, die im Oktober 2025 in Betrieb gehen, leisten dafür einen massiven Beitrag. Mit geschätzten über 20 Millionen kWh Stromproduktion werden über 14.000 t CO₂ vermieden. Weitere Informationen zu diesem wichtigen Projekt der Gemeinde erhalten Sie auf der Homepage des Solarparks.

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Für mehr Energieeffizienz:
Austausch der Straßenbeleuchtung

Umstellung auf LED Leuchten
In diesem Jahr wurden die letzten 611 Leuchtmittel der Gottmadinger Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt.

Nachdem im Jahr 2014 bereits 863 Leuchtmittel bei der Straßenbeleuchtung ausgetauscht wurden, schließt die Gemeinde Gottmadingen das Projekt in einem zweiten Schritt 2026 mit den letzten 611 Leuchtmitteln ab. Diese waren im ersten Schritt zurückgestellt worden, weil es sich vor rund zehn Jahren noch um äußerst energiesparende Leuchtmittel handelte, die damals dem Stand der Technik entsprachen. Insgesamt hat die Gemeinde über die zwei Schritte knapp 900.000 € für den Lampentausch ausgegeben und davon rund 514.000 € im ersten und 382.000 € im zweiten Schritt. Das Projekt wurde mit gut 20 % aus Bundesfördermitteln unterstützt.

Die Umweltbilanz des Projektes kann sich sehen lassen: Die Stromeinsparung beträgt über 70 % und liegt für die aktuell installierten Leuchtmittel mit 76 % sogar noch höher als bei der ersten Runde, weil die Technik zwischenzeitlich noch weiter vorangeschritten ist. Damit reduziert die Gemeinde auch deutlich ihren CO₂ -Fußabdruck und spart in den nächsten 20 Jahren hochgerechnet 4.400 t CO₂ . Das leistet einen aktiven Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität. Auch wirtschaftlich zahlt sich das Projekt aus, denn die Investitionen der Gemeinde durch eingesparte Energiekosten amortisieren sich bereits nach sechs bis sieben Jahren.

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Jedes Jahr eine Straßensanierung:
Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Murbach

Ausbau der Straße nach Murbach
Komplett saniert und leicht verbreitert wurde die Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Murbach.

Jedes Jahr ein Straßenbauprojekt durchzuführen, damit unsere Infrastruktur in Ordnung bleibt, ist der gemeinsame Wunsch des Gemeinderates und von mir. Nach längerer politischer Diskussion, wo die Priorität dafür gesetzt werden soll, haben wir uns gemeinsam für die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Gottmadingen und Murbach entschieden. Diese ist stark in die Jahre gekommen, viele Schlaglöcher und ein Abbröckeln des Fahrbahnrandes auf beiden Seiten zum Bankett hin machten die Fahrt nach Murbach abenteuerlich. Wir haben uns für eine Komplettsanierung entschieden, den Fahrbahnbelag gefräst und daraus einen neuen Unterbau gewonnen und die Fahrbahn moderat auf 4,10 m verbreitert, um den Begegnungsverkehr einfacher zu machen.

 
Einige Ausweichtstellen sollen dafür sorgen, dass die Autofahrer nicht mehr zu sehr ins Bankett ausweichen müssen. Mit rund 395.000 € und 45.000 € für die Planung und Baubegleitung durch das Ingenieurbüro konnten wir deutlich unter unserer eigenen Kostenschätzung von 480.000 € von günstigen Tiefbaupreisen profitieren.

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Eine neue Form der Mobilität:
Erstes E-Carsharing-Angebot in Gottmadingen.

Neuer E-Carsharing-Platz in der Johann-Georg-Fahr-Straße
Ein neues Mobilitätsangebot hat Gottmadingen mit einem E-Carsharing-Platz in der Johann-Georg-Fahr-Straße.

Am 1.7.2026 gibt es in Gottmadingen ein E-Carsharing-Angebot. Damit erweitern wir die Palette nachhaltiger Mobilitätslösungen. Mit dem Standort sehr nahe zum Bahnhof und sehr nahe zum Neubauprojekt in der Johann-Georg-Fahr-Straße 27 richtet sich das Angebot an die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Hauses, an die gesamte Gottmadinger Bevölkerung, aber auch an Pendlerinnen und Pendler für den Umstieg vom ÖPNV auf ein Auto.

Hier hat die Firma naturenergie sharing einen Dacia Spring mit einer Reichweite von 220 km postiert. Mit dieserReichweite eignet sich das Fahrzeug ideal für Besorgungen, Pendelstrecken oder Ausflüge in die Region.Die Anmeldung funktioniert über naturenergie-sharing.de sehr einfach.

Ich finde, damit ist uns ein sehr innovatives Mobilitätsangebot gelungen, das aber über die Testphase von zwei Jahren hinaus nur erhalten bleiben kann, wenn sich ausreichend Nutzer registrieren und der Standort auch wirtschaftlich betrieben werden kann.

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Für schnelles Internet:
Ausbau geförderter Glasfaseranschlüsse

Glasfaserausbau
Quer durch den ganzen Ort wird für den Glasfaserausbau gegraben.

Eines der größten Infrastrukturprojekte der Gemeinde Gottmadingen schließt im dritten Quartal 2026 mit einem Meilenstein ab. Zu diesem Zeitpunkt ist der geförderte Ausbau mit Glasfaseranschlüssen abgeschlossen. Über Förderprogramme des Bundes und des Landes und mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Gottmadingen können gut 770 Adressen im privaten Bereich sowie 180 Adressen im gewerblichen Bereich einen schnellen Glasfaser-Internetanschluss angeboten werden. Gefördert werden Gebäude, die bislang nur mit maximal 30 MBit (sogenannte weiße Flecken), nur mit maximal 100 MBit (sogenannte graue Flecken) im privat und im im gewerblichen Bereich unterversorgt sind.

 
Schwerpunkte dieses geförderten Ausbaus sind ganz Ebringen, weite Teile vor allem im Süden von Randegg im Bereich des ehemaligen Suffa-Netzes, in Gottmadingen am Heilsberg sowie einzelne über den Ort verstreute Adressen, genauso wie in Bietingen und vor allem das alte Gewerbegebiet nördlich der Bahnlinie, der Industriepark und das Gewerbegebiet Goldbühl. Insgesamt werden 5,15 Millionen Euro für die Förderung der Anschlüsse in den grauen und weißen Flecken sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich investiert, 90% davon erfolgt durch Förderung des Landes und des Bundes, 10% muss die Gemeinde Gottmadingen über Eigenmittel bereitstellen.
 
Mit der Firma NetCom BW hat ein Unternehmen die Ausschreibung gewonnen, das diesen Ausbau auch verlässlich durchzieht.
 
Im Frühjahr konnte der zentrale Internetknotenpunkt neben der Goldbühl Halle in Betrieb genommen werden und die ersten Firmen im Gewerbegebiet Goldbühl wurden aufgeschaltet. Mir ist vollkommen bewusst, dass eine so große Baumaßnahme an vielen Stellen im Ort auch den Verkehr und die Anwohnerinnen und Anwohner behindert. Ich bin aber davon überzeugt, dass diese Infrastruktur unseren Ort zukunftsfähig macht. Der nächste wichtige Schritt wird dann im Jahr 2027 der Ausbau der eigenen wirtschaftlichen Adressen sein. Damit hat jeder Gottmadinger und jede Gottmadingerin die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu erhalten.

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Für die Unterbringung von Geflüchteten:
Neubau eines Wohnhauses mit 9 Wohnungen in Randegg

Wohnhaus für Geflüchtete in Randegg
Hinter dem alten Rathaus ist ein Gebäude mit neun Wohnungen für Geflüchtete entstanden.

Das hoffentlich letzte Wohngebäude zur Unterbringung von Geflüchteten hat die Gemeinde Gottmadingen im Ortsteil Randegg hinter dem ehemaligen Rathaus gebaut. Dafür wurde ein Teil des Parkplatzgrundstücks, das im Besitz der Gemeinde war, verwendet. Die Entscheidung für Randegg ist im Gemeinderat gefallen, weil hier noch nicht viele Geflüchtete untergebracht sind und der Gemeinderat und ich nach wie vor die Strategie einer möglichst dezentralen Unterbringung verfolgen. 

Ich hoffe sehr, dass bei zurückgehenden Zahlen dies das letzte Gebäude ist, das die Gemeinde errichten muss, um ihrer Verpflichtung zur Unterbringung von Geflüchteten nachzukommen. Erstmals wurde das Gebäude in Modulholzbauweise errichtet; das bedeutet zum Beispiel, dass die Badezimmer der neun Wohnungen als vorgefertigte Einheiten auf die Baustelle gebracht und nur mit dem Kran angehoben wurden. Die Investitionen in dieses Gebäude lagen bei rund 2,5 Millionen €, allerdings sind darin die Außenanlagen nicht eingerechnet, die erst noch im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden müssen. Auch auf dieses Gebäude wurde wieder eine Solaranlage für rund 70.000 € installiert.

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