Dorfgespräch zum Bau eines Wohnhauses für Geflüchtete an der Hilzinger Straße

An der Hilzinger Strasse entsteht ein Wohnhaus
An der Hilzinger Straße soll neben dem Haus der Anneliese-Bilger-Stiftung ein weiteres Wohnhaus gebaut werden.

Kein einfaches Thema ist für die Gemeinde die Verpflichtung zur Unterbringung der Geflüchteten. Diese werden nach Einwohnerzahl vom Landkreis auf die Kommunen des Landkreises verteilt. Bereits aktuell hat die Gemeinde Gottmadingen ihr Soll deutlich nicht erfüllt und muss bis Ende 2023 rund 150 Personen zusätzlich unterbringen. Solange die Notunterkunft in der Eichendorffschule besteht, werden die dort untergebrachten Geflüchteten auf diese Verpflichtung angerechnet, mit Wegfall dieser Notunterkunft muss die Gemeinde den entsprechenden Wohnraum bereitstellen.

Aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat entschieden, ein weiteres Gebäude mit 9 Wohnungen an der Hilzinger Straße zu bauen. Beim Dorfgespräch konnten die Planungen vorgestellt werden. Es gab vor allem auch grundsätzliche Kritik und die Aufforderung an die Gemeinde, sich grundsätzlich zu weigern, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. In der kontrovers und teilweise auch sehr emotional geführten Diskussion wurden aber auch humanitäre Aspekte und die Verantwortung der Gemeinde, ihren Beitrag zur Lösung des Problems zu leisten, betont. Ich konnte in der Diskussion auch deutlich machen, dass die Gemeinden sehr wohl Protest vor allem in Richtung Bundespolitik erheben, da sie mit der Erfüllung der Aufgaben zunehmend überfordert sind. Die Alternative aber ist, dass der Landkreis die Geflüchteten der Gemeinde einfach überstellt und diese dann mangels Wohnraum in kommunalen Turnhallen oder der Fahrkantine untergebracht werden müsste. Dann ist mir der Bau von Wohnhäusern, die auch langfristig einen Wert für die Gemeinde darstellen, auch wenn Bauen derzeit extrem viel Geld kostet, die erträglichere Option.

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