Meine Bilanz 2020

Das Jahr 2020 ist noch lange nicht zu Ende, aber schon jetzt ist klar, dass zwei ganz zentrale Themen dieses Jahr prägen werden: die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Talfahrt der Wirtschaft mit den damit verbundenen Ausfällen bei den Steuereinnahmen auf der einen Seite und das Schulbau-Großprojekt auf der anderen Seite.
Nicht nur, dass die Corona bedingte Zwangspause viele der laufenden Projekte – z. B.  die Diskussion um die Verkehrsentwicklung in Gottmadingen und die Bürgerwerkstatt zum zentralen Spielplatz Riedwies – ausgebremst hat, wir müssen auch all unser Geld darauf konzentrieren, die Schule bis Herbst 2021 zu Ende zu bauen und gut auszustatten.


Die einzelnen Investitionen und Projekte im Überblick:


Zentrales Projekt für die Gesamtgemeinde:
Neubau der Eichendorff-Realschule

Der Neubau der Eichendorffrealschule
Bereits Anfang Juni 2020 begannen die Arbeiten an der Fassade des Schulneubaus.

In die Zukunft und die Bildung der Kinder und Jugendlichen zu investieren, ist nach meiner Auffassung das Wichtigste, was man als Gesellschaft tun kann. Daher können wir alle miteinander stolz darauf sein, dass wir die wirtschaftlich guten Jahre genutzt haben, ein echtes Jahrhundertprojekt für Gottmadingen anzugehen. Der Neubau der Eichendorff-Realschule ist in den ersten Monaten des Jahres am Ortsrand Stock um Stock in die Höhe gewachsen. Das Projekt liegt vor dem Zeitplan und es sind rund 90% aller Arbeiten vergeben. Mit reinen Baukosten von etwa 28,5 Millionen Euro gehen wir als Gemeinde hart an die Grenze dessen, was wir stemmen können. Wir bekommen dafür aber eine topmoderne Schule mit viel mehr Flächen als im alten Schulhaus und in dem ein ganz anderes Lernen als bisher möglich sein wird. Ich bin überzeugt davon, dass Bildung auch besser gelingt, wenn alle – Schüler*innen und Lehrer*innen – sich hier wohlfühlen. Schon jetzt können wir uns gemeinsam auf den Start im neuen Haus zum Beginn des neuen Schuljahrs im Herbst 2021 freuen. Bis dahin bleibt jedoch noch viel zu tun.

Lesen Sie mehr: Dorfgespräch vom 18. Juli 2019  und vom 6. Februar 2020 zum Thema!

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Für die Kinder in Gottmadingen:
Spielplatz am Thugauer Platz wird umgebaut

Spielplatz Thurgauer Platz attraktiv gestaltet
Nicht nur für Kinder zum Spielen, sondern auch für ältere Mitbürger aus dem Oberdorf zum Verweilen, lädt die schön gestaltete Fläche am Thurgauer Platz ein.

„Klasse statt Masse“ – nach diesem Motto wollen wir nach und nach alle Spielplätze in Gottmadingen erneuern und dabei deutlich attraktiver machen. Vielfältige Spielgeräte auf den verschiedenen Spielplätzen von Gottmadingen unter dem Thema „Stadt, Land, Fluss“ sind viel attraktiver als überall die gleiche Sandwüste und ein langweiliges Wipptier. Nach und nach setzen wir so die Spielplatzkonzeption aus der Bürgerbeteiligung des Jahres 2017 um.
Die Idee hier war einen „Pocket-Park“ umzusetzen, der auch ältere Bürger*innen aus diesem sehr dicht bebauten Mehrfamilienhausquartier mit wenigen Frei- und Grünflächen zum Verweilen einlädt. Schattige Sitzplätze, farbenfrohe Spielgeräte und eine Asphaltfläche zum gefahrlosen Üben für Inliner wurden hier mit Rasenflächen fürs Picknick kombiniert. Ich finde, man kann sehen, dass die 156.000 Euro, die die Gemeinde hier investiert hat, gut angelegtes Geld sind. Der ursprünglich sehr große Patz wurde so verkleinert, dass auch noch zwei Bauplätze entstehen. So kann das Umbau-Projekt finanziert werden und ein Teil des Geldes fließt in die Finanzierung des Schulneubaus.

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Für sinnvolle Nachverdichtung:
Gute Architektur entsteht in der Ortsmitte

Brigg: Das neue Wohn- und Geschäftshaus der COWA entsteht in der Ortsmitte
Baulücken in der Ortsmitte schließen und dabei noch gute Architektur verwirklichen, das ist mit dem neuen Wohn- und Geschäftshaus des Gebäudedienstleisters COWA in der Ortsmitte gelungen.

Ein Wohn- und Geschäftshaus in herausragender architektonischer Qualität ist mit dem „Brigg“ in der Ortsmitte entstanden. Diese Entwicklung von Seiten der Gemeinde zu begleiten und zu fördern, sehe ich als meine Aufgabe. Das Traditionsunternehmen COWA sorgt hier für die dringend notwendige Büroflächerweiterung. Im Erdgeschoss entstehen Ladenflächen und in den obersten Geschossen 10 Wohnungen, die das Angebot an hochwertigem Miet-Wohnraum ergänzen.
Zudem wird durch dieses Gebäude, für das die Gemeinde mit einer passgenauen Änderung des Bebauungsplanes den Weg frei gemacht hat, eine jahrelange nicht sehr schöne Lücke am Kohlberg geschlossen und der Anneliese Bilger Platz städtebaulich gefasst.

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Fast ein Stadtbus für Gottmadingen und die Ortsteile:
Mit dem 1-Euro-Ticket durch den Ort

Für einen Euro mit dem Bus umweltfreundlich durch Gottmadingen
Ab sofort kann man mit dem Bus für nur einen Euro innerhalb von Gottmadingen einschließlich der Verbindung in alle Ortsteile mitfahren.

Seit Juni hat der ÖPNV in Gottmadingen eine ganz neue Qualität: Für nur einen Euro, statt des normalen Tarifs von 2,55 Euro kann man mit dem Bus innerhalb des Ortes, aber auch von den Ortsteilen in den Kernort oder zwischen den Ortsteilen mitfahren.
Damit möchten wir in Gottmadingen umweltfreundliche Mobiliät fördern, aber auch auf die Anliegen vieler Senior*innen, denen das Ticket für eine innerörtliche Kurzstrecke bislang zu teuer war, eingehen. Das Ticket gilt für die Linien 404 (Gottmadingen <> Bietingen <> Bietingen und Ebringen) sowie 403 (Randegg <> Gottmadingen und innerhalb Gottmadinges bis ins Industriegebiet) und kann in allen Bussen direkt beim Fahrer gelöst werden. Ich bin dankbar, dass der Gemeinerat ein Budget von 8000 Euro bereit gestellt hat, aus dem die Differenz der Fahrpreise erstattet werden kann. Auf der Strecke von Murbach nach Randegg im Schweizer Bus werden die Tickets zwar anerkannt, aber aufgrund des Schweizer Tarifsystems nicht verkauft. Hier arbeiten wir noch an einer Lösung.

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Gottmadingen braucht bezahlbaren Wohnraum:
Wohnungsbaugenossenschaft baut 54 Wohnungen

54 neue Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft
Im bislang nicht mehr stark genutzten Innenhof der Hardt- und Fliederstraße baut die Wohnungsbaugenossenschaft 54 neue Mietwohnungen.

Nicht nur als Bürgermeister sondern auch als Aufsichtsratsvorsitzender der WBG (Wohnungsbaugenossenschaft Gottmadingen) engagiere ich mich für bezahlbaren Wohnraum. Im kaum mehr genutzten Innenhof der Hardt- und Fliederstraße  entstehen im Jahr 2020 54 neue Wohnungen aller Größen (zwei 5-Zimmerwohnungen, eine 4-Zimmerwohnung, 37 3-Zimmerwohnungen, zwölf 2-Zimmerwohnungen sowie zwei 1-Zimmerwohnungen), Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 42 qm für die Einzimmerwohnung bis 115 qm für eine 5-Zimmerwohnung. Der überwiegende Teil, nämlich 44 Stück, werden für 6,50 Euro je Quadratmeter mitpreisgebunden, d.h. ein Drittel unter dem üblichen Marktpreis vermietet werden. Mir ist klar, dass die Frage, ob ich mir eine Wohnung leisten kann oder nicht, längst in der Mittelschicht angekommen ist. Einen Wohnberechtigungsschein, der eine Familie mit 2 Kindern zum Einzug in eine der neuen Wohnungen berechtigt, bekommt man bis zu einem jährlichen Familieneinkommen von knapp 67.000 Euro. Ich denke, für die Größe von Gottmadingen sind wir mit diesem Neuprojekt sehr gut aufgestellt und tun mehr als manch  andere Gemeinde im Umland.

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Denkmalschutz, sinnvolle Nachverdichtung und Wohnungsbau:
Innenentwicklung aus einem Guss auf dem Areal der Villa Graf

Innenetwicklung aus einem Guss: Bebauung des Areals Villa Graf
Auf dem Areal der Villa Graf entstehen 44 Wohnungen, die sich aufgrund der zentralen Lage und der Ausstattung vor allem auch für Senior*innen eignen.

Lange hat die alte Tankstelle als Schandfleck an der B34 einen Dornröschenschlaf geführt, dann hat es von der Verhandlung bis zur Realisation noch einmal einige Zeit gedauert, aber jetzt drehen sich die Kräne auf dem Areal der Villa Graf. Die Gemeinde hat das Grundstück mitsamt dem Erbe der ehemaligen Brauerei gekauft und kann dadurch jetzt mit dem Weiterverkauf und über einen Bebauungsplan klare Vorgaben machen: Die denkmalgeschützte Villa muss aufwändig saniert werden, die ortsbildprägende Mauer und die Mamutbäume bleiben erhalten, darum herum ist Platz für zwei neue Gebäude mit insgesamt 44 Wohneinheiten verteilt auf jeweils 4 Geschosse. Ich weiß, dass diese  2- bis 4-Zimmerwohnungen in zentraler Lage, ausgestattet mit Tiefgarage, Aufzügen und behindertengerecht eingerichtet, gerade bei Senior*innen, die sich noch einmal einen Umzug in die Ortsmitte überlegen, sehr beliebt sind. Als Gemeinde und Bürgermeister den entscheidenden Beitrag dazu zu leisten, dass solche sinnvolle Projekte in Gang kommen, sehe ich als eine meiner Vermittlungsaufgaben.
Wenn es klappt, wird die Bebauung noch durch ein kleines Verkaufsgebäude ergänzt, in dem regional erzeugtes Gemüse und Obst angeboten wird. Das wäre in meinen Augen eine schöne Ergänzung für den Einkaufsstandort Gottmadingen.

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Das Jahr ist noch nicht zu Ende! Gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Verwaltung bleibe ich dran, gemeinsam mit Ihnen unseren Heimatort Gottmadingen weiterzuentwickeln und noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten.

Schauen Sie ab und an auf meiner Homepage vorbei oder sprechen Sie mich direkt zu aktuellen Projekten an. Ich bin für Sie erreichbar, hier finden Sie meine Kontaktdaten!