Meine Bilanz 2025
Das Jahr 2025 war geprägt von Projekten, die sich länger hinziehen und für die noch Restfertigstellungsarbeiten notwendig waren, sowie von Vorausplanungen großer Projekte der kommenden Jahre. So stand im Ortsteil Ebringen die Fertigstellung der Vollsanierung der Ortsdurchfahrt vom alten Schulhaus, beginnend an der Kirche vorbei bis zum Ostende von Ebringen, an. In diesem Zuge wurden auch im zweiten Bauabschnitt weitere Häuser an das Wärmenetz angeschlossen.
Intensiv geplant wurde an zukünftigen Projekten, wie zum Beispiel der Sanierung des evangelischen Kindergartens, für die ein kleiner Architektenwettbewerb durchgeführt wurde. Ebenso beschäftigten wir uns mit der Planung, wie in Bietingen in den Bereichen Kettelbrunn und Hangler bei starken Gewitterereignissen Schäden durch Wasser, das flutartig den Berg hinunterläuft, vermieden werden können.
Aber auch in diesem Jahr ist es gelungen, Projekte fertigzustellen. Dabei stand ganz sicher das medizinische Versorgungszentrum im Mittelpunkt.
Die einzelnen Investitionen und Projekte im Überblick:
Für unsere Radfahrer:
Direkte Verbindung über den Hebelschulplatz gebaut

Als Radfahrer quer durch Gottmadingen zu kommen, ist sicher nicht einfach. Mit der Sanierung der B 34 quer durch Gottmadingen wurde die Situation der Radfahrer im Bereich der Ampelkreuzung durch spezielle Stellflächen und Ampelregelungen verbessert. Wünschenswert wäre es jedoch, diesen Bereich, vor allem von Bietingen kommend, einfach umgehen zu können. Mit einem Weg, den die Gemeinde quer über den Hebel Schul- bzw. Rathausplatz gebaut hat, ist dies nun bequem möglich. Wer von Westen nach Osten mit dem Fahrrad den Ort durchqueren will, kann nun die komplizierte Kreuzung der B 34 mit der Hilzingen Straße schlicht umgehen und sich nach der Rathauskurve wieder in den Verkehr einfädeln. Das bringt ganz gewiss mehr Sicherheit für die Radfahrerinnen und Radfahrer.
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Für die Unterbringung von Geflüchteten:
Neues Wohnhaus für 9 Familien in der Hilzinger Straße

Kein einfaches Thema ist für die Gemeinde die Verpflichtung zur Unterbringung der Geflüchteten. Diese werden nach Einwohnerzahl vom Landkreis auf die Kommunen des Landkreises verteilt. Dabei steht die Gemeinde dauerhaft unter Druck, ihr Soll zu erfüllen. Solange die Notunterkunft in der Eichendorffschule besteht, werden die dort untergebrachten Geflüchteten auf diese Verpflichtung angerechnet. Mit Wegfall dieser Notunterkunft muss die Gemeinde den entsprechenden Wohnraum bereitstellen.
Aus diesem Grund hat sich der Gemeinderat entschieden, ein weiteres Gebäude mit 9 Wohnungen an der Hilzinger Straße zu bauen. Diese Wohnungen bleiben der Gemeinde über die Flüchtlingskrise hinaus als langfristiger Wert erhalten und können hoffentlich über ihre Lebensdauer von vielen Mieterinnen und Mietern bewohnt werden. Ich habe aber auch Verständnis dafür, dass sich zwischenzeitlich viele Gottmadingerinnen und Gottmadinger fragen, wie lange wir noch mit dem Bau von Wohnungen immer neuen Zuweisungen von Geflüchteten standhalten können und wann es endlich für die Gemeinden eine Entspannung gibt. Das Problem auf die lange Bank zu schieben und am Ende zur Not in kommunalen Turnhallen Notunterkünfte einrichten zu müssen, ist für mich aber auch keine Lösung.
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Für eine gute medizinische Versorgung:
Medizinisches Versorgungszentrum Gottmadingen-Gailingen GmbH nimmt Betrieb auf.

Zunehmend mehr wird die hausärztliche Versorgung in unserer Region zum Problem. Allein im Mittelbereich Singen, zu dem auch Gottmadingen und Gailingen zählen, waren aktuell im Jahr 2024 über zehn Hausarztsitze nicht mehr besetzt. Für die in Ruhestand tretenden Allgemeinmediziner finden sich keine Nachfolgerinnen und Nachfolger mehr, die als selbständige Ärzte eine Praxis übernehmen möchten. Um diese Lücke zu schließen, hat sich die Gemeinde Gottmadingen gemeinsam mit der Gemeinde Gailingen entschlossen, mit einer als privatrechtliche GmbH organisierten Tochtergesellschaft in die medizinische Versorgung vor Ort einzusteigen. Damit übernimmt sie eine Aufgabe, die entsteht, weil nicht mehr genügend Medizinerinnen und Mediziner ausgebildet wurden und weil die Anreize zur Übernahme einer Hausarztpraxis offensichtlich fehlen. Einmal mehr wandert damit die Lösung eines Problems, für das die Gemeinde nicht ursächlich ist, auf die kommunale Ebene.
Zum 01.04.2024 hat das MVZ der beiden Gemeinden die bestehenden Arztpraxen Dr. Kaiser in Gottmadingen und Dr. Psczolla in Gailingen übernommen. Seitdem läuft intensiv die Suche nach Ärztinnen und Ärzten, die dann im Angestelltenverhältnis im MVZ tätig werden können, um so die entstandenen Lücken in der medizinischen Versorgung vor Ort zu schließen. Mit der Möglichkeit, den Ärztinnen und Ärzten auch Teilzeitangebote zu machen und sie von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten, hofft das MVZ hier gegenüber der üblichen Übernahme einer Hausarztpraxis für junge Ärztinnen und Ärzte ein attraktiveres Angebot zu machen.
Gleichzeitig wurde im laufenden Jahr ein neuer großer zentraler Standort des MVZ in Gottmadingen im Gebäude der alten Sparkasse geplant und der entsprechende Bauprozess begonnen. Man darf auf die weiteren Entwicklungen und auf die Fertigstellung dieser großzügigen Praxisräume in der Ortsmitte von Gottmadingen gespannt sein.
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Für die Erzeugung von sauberem Strom:
Gemeinde belegt sämtliche Dächer mit Photovoltaikanlagen

Schon vor vielen Jahren war die Gemeinde Gottmadingen Vorreiterin bei der Belegung von Dächern mit Solaranlagen. Zum damaligen Zeitpunkt wurden die Dächer noch an Investoren verpachtet und es haben sich nur Anlagen, die streng nach Süden ausgerichtet waren, wirtschaftlich getragen. Zwischenzeitlich hat sich vieles verändert und auch Ost-West ausgerichtete Anlagen, die kontinuierlich über den Tag hinweg Strom produzieren, sind äußerst attraktiv. Daneben treten die EEG-Einspeisungen deutlich in den Hintergrund, vielmehr geht es heute darum, den Strom direkt am Ort des Verbrauchs zu produzieren. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Gottmadingen 2024 alle Dächer grundsätzlich auf ihre Eignung zur Belegung mit Photovoltaikmodulen überprüft. Dabei haben wir auch vor Friedhofsgebäuden und dem historischen Rathaus in der Ortsmitte nicht Halt gemacht. Es ist wichtig, dass die Gemeinde eine Vorbildfunktion übernimmt und alle zur Verfügung stehenden Potenziale ausschöpft. Ursprünglich gingen wir von 750 bis 800 Kilowatt-Peak und einer Investitionssumme von rund einer Million Euro aus.
Im ersten Schritt wurden 2024 13 Gebäude belegt. Die Amortisationszeit dieser Gebäude liegt bei unter 20 Jahren. Da das Ausschreibungsergebnis für diese 13 Gebäude deutlich preiswerter war als erwartet und sich durch die günstigen Modulpreise die Amortisationszeiten verkürzen, sollen im Jahr 2025 noch einmal drei bis vier Anlagen nachgezogen werden. Am Ende des Projektes ist jedes Dach mit PV-Modulen versehen und an den Gebäuden, an denen es sich lohnt, weil es einen kontinuierlichen Stromverbrauch auch nachts gibt, wurden gleichzeitig Batteriespeicher installiert. Damit leistet die Gemeinde einen nachhaltigen Beitrag zur CO2-Minimierung, wird aber auch durch die Investition langfristig die Betriebskosten der Gebäude durch selbstproduzierten Strom senken und Einspeiseeinnahmen für den verkauften Strom erzielen.
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