Dorfgespräch am 21.01.2016

Dorfgespräch zur Unterbringung von Asylbewerbern und Bürgerkriegsflüchtlingen 

Im Konrblumenweg entseht neue Wohnraum für Bürgerkriegsflüchtlinge

Ein ganz normales Wohnhaus mit 6 Wohnungen auf drei Stockwerken baut die Gemeinde Gottmadingen auf einem eigenen Grundstück am Kornblumenweg. Die Wohnungen sollen zuerst für Bürgerkriegsflüchtlinge genutzt werden.

Trotz kalter Witterung war das Dorfgespräch zum Neubau eines Wohnhauses am Kornblumenweg mit fast 30 Zuhörerinnen und Zuhörern aus der Nachbarschaft gut besucht. Die Gemeinde plant an dieser Stelle zwischen der bestehenden Wohnbebauung und den Supermarktgebäuden auf einer Fläche, die ursprünglich als Parkplatzerweiterung für die Goldbühlhalle vorgesehen war, den Bau eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses mit rund 600 m² Wohnfläche. Untergebracht werden sollen hier vorerst Bürgerkriegsflüchtlinge. Die Gemeinde Gottmadingen ist verpflichtet, bis zum Ende des Jahres 2016 etwa 220 Personen aufzunehmen, kann derzeit aber nur für rund 80 Menschen Wohnraum bieten.

Weiterhin wird versucht, an unterschiedlichen Stellen durch Anmietung von Wohnungen dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Dies bezieht auch Wohnraum in den Ortsteilen ein. Beim Dorfgespräch wurden durchaus auch kritische Stimmen laut. Dabei stand das Sicherheitsbedürfnis der Anwohner im Umfeld im Mittelpunkt und auch Kritik daran, dass die Gemeinde nun für dieses Wohnbauprojekt knapp 1,5 Millionen Euro in die Hand nehme, aber bislang für andere Wohnungssuchende nicht gebaut habe. Als Bürgermeister konnte ich darauf verweisen, dass die Gemeinde im Bereich von bezahlbaren Mieten durchaus ihre soziale Verpflichtung sehe und erfülle. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden hätten wir mit über 50 Wohnungen sozialen Wohnraum. Auch konnte ich in der Diskussion auf einen engagierten Helferkreis verweisen sowie auf eine neu zu schaffende Stelle mit 50 %  bei der Gemeinde, die sich insbesondere um die Betreuung und Integration der Flüchtlinge kümmern solle. Damit könne man zwar nicht alle Themen, die auf uns zukommen würden, auffangen, aber doch einen erheblichen Beitrag leisten. Integration ist für mich als Bürgermeister, auch das konnte ich bei diesem Gespräch deutlich machen, aber auch eine Frage der Bereitschaft der Bevölkerung von Gottmadingen, auf die neuen Mitbürger zuzugehen. Deshalb erteilte ich beim Dorfgespräch auch dem Vorschlag, das Haus irgendwo auf einem Acker weit außerhalb von Gottmadingen zu bauen, eine klare Absage.

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