Dorfgespräch am 21.03.2013

Umgestaltung des Synagogenplatzes in Randegg 

Der Synagogenplatz soll 2013 umgestaltet werden

Der Synagogenplatz soll 2013 umgestaltet werden: Der Zugang wird deutlich einladender, die Umrisse des Gebäudes sollen wieder sichtbar werden.

Die bereits vor fünf Jahren mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern des Förderkreises für Kultur und Heimatgeschichte und einer Schulklasse der Eichendorff-Schule, entwickelte Planung zur Umgestaltung des Platzes der ehemaligen Synagoge in Randegg soll nun 2013 in die Tat umgesetzt werden. Das Projekt ist in der Prioritätenliste so weit vorgerückt, dass die notwendige Finanzierung von rund 50.000 € in den Haushaltsplan eingestellt werden konnte. Aus diesem Grund war es für mich wichtig, noch einmal vor Ort die unterschiedlichen Elemente der Planung vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Drei wesentliche Punkte prägen die Planung, die vom Architekturbüro Siegenführ & Gassner schlussendlich ausgearbeitet wurde:

Die Umgestaltung des Zugangs zum Platz, eine Sichtbarmachung der Umrisse der ehemaligen Synagoge durch Corten-Stahlbänder und, wie ich finde, als stärkstes Element, an der Abgrenzung zur Durchgangsstraße ein rotes, langgestrecktes Betonelement, in das die Namen aller Deportierten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Randegg eingraviert werden. In einer angeregten Diskussion wurden die einzelnen Planungselemente noch einmal hinterfragt, aber letztendlich das Gesamtkonzept von allen Beteiligten, auch nach fünf Jahren, noch gut geheißen. Ergänzt wurde es um eine, vor allem aus der Mitte der Randegger Bürgerinnen und Bürger gewünschte, Informationsmöglichkeit. Zwar macht der rote Betonbalken sowohl Einheimische, als auch vor allem Durchfahrende, auf den Platz aufmerksam, es wird dann aber eine Informationstafel, die z.B. über das Bauwerk der Synagoge und das Leben der jüdischen Mitbürger informieren könnte, als notwendig erachtet. 

Ich bin zuversichtlich, dass wir vor allem mit Hilfe des anerkannten Experten Dieter Fleischmann und den engagierten Randeggerinnen und Randeggern, hier sowohl was den Inhalt als auch die Präsentation der Information angeht, zu einer guten Lösung kommen werden. Der Platz soll dann im Laufe des Sommers umgebaut werden und bis zum 75. Gedenktag der Progromnacht fertig gestellt sein.

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