Meine Leitlinien

Bei meiner täglichen Arbeit als Bürgermeister orientiere ich mich an drei großen Leitlinien:

Solide Finanzen

Gottmadingen war im Kernhaushalt zwischen Juli 2012 und Herbst 2016 schuldenfrei. Das ist ein großartiger Erfolg. 2004 bin ich als Bürgermeister mit dem klaren Ziel des Schuldenabbaus angetreten. Gemeinsam mit dem Gemeinderat, dem ich an dieser Stelle für seine Konsequenz danke, sind wir bislang nicht von diesem Weg abgewichen. Auch Sie, die Bürgerinnen und Bürger, haben durch den einen oder anderen Einschnitt mit zu diesem Erfolg beigetragen. Dafür sage ich Ihnen Danke!

Schuldenstand im Kernhaushalt jeweils zum Ende des Jahres

Übersicht über den Schuldenabbau der Gemeinde Gottmadingen und den aktuellen Schuldenstand (Stand zum Ende des Kalenderjahres 2017, Datenquelle Gemeinde Gottmadingen)

Während Bund und Länder es auch in Zeiten der Hochkonjunktur gerade schaffen, eine Schwarze Null zu erreichen, haben wir in Gottmadingen gehandelt und die Schulden abgebaut.

Für weitere Infos geht es mit dem Bild links zur Schuldenstatistik der Gemeinde.

Im Jahr 2016 haben wir zwar einen Kredit von gut einer Million Euro aufgenommen, um ein Wohnhaus für Flüchtlinge zu bauen, aber dafür gibt es einen guten Grund. Das Geld wurde uns von der KFW auf 10 Jahre zu 0% Zinsen zur Verfügung gestellt. Es nicht einzusetzen, wäre zum Nachteil der Gemeinde gewesen. Bereits 2018 beginnen wir mit der Rückführung dieses Kredites.

Rücklagen der Gemeinde jeweils zum Ende des Jahres

Übersicht über die Rücklagen der Gemeinde Gottmadingen (Stand jeweils zum Ende des Kalenderjahres, Datenquelle Gemeinde Gottmadingen)

Und außerdem: Den Schulden stehen gut 8 Millionen Rücklagen gegenüber, die uns ganz neue Möglichkeiten eröffnen, auch große Projekte, insbesondere den Neubau der Realschule, anzugehen. Die Finanzen müssen wir aber weiterhin fest im Griff haben. Das ist in meinen Augen die wichtigste Voraussetzung, um die Gemeinde Gottmadingen  handlungsfähig zu erhalten. Wie im Privaten auch müssen wir jedes Jahr überlegen, was wir uns leisten können, und uns darauf begrenzen. Allerdings wird ab 2018, wenn wir den Neubau Eichendorff-Schulgebäude angehen, angesichts der Projektsumme von fast 25 Millionen “eng”. Für dieses Generationen-Projekt werden wir uns wieder maßvoll verschulden müssen. Die Grenze sehe ich dabei irgendwo zwischen 3 und 4 Millionen Euro. Dann muss es aber das Ziel sein, mögliche neue Schulden so schnell wie möglich abzubauen.

Die Finanzen im Griff zu behalten und nach dem Bauprojekt Schule wieder zur Nullverschuldung zurückzukommen, sind als solche noch kein Politikziel, sondern nur die wichtigste Voraussetzung, um nicht von immer höheren Zins- und Tilgungszahlungen erdrückt zu werden, wie wir es in der EU bei den Krisenstaaten erlebt haben.

Ich bin überzeugt davon, dass Gottmadingen sich mit seinem Schuldenabbau und den soliden Finanzen sehen lassen kann und dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Sie dürfen sicher sein, dass ich auch in Zukunft im Kernhaushalt der Gemeinde nicht von diesem Weg abrücken werde. Nur ohne Schulden hat man heute politisch langfristig Handlungsspielräume.

Aber Sparen allein hilft nicht: Klare Prioritäten setzen und für die Bürgerinnen und Bürger investieren

Gemeinsam wollen wir etwas bewegen. Wir wollen in die Zukunft der jungen Generation investieren, Bildungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen verbessern und die Infrastruktur der Gemeinde in jedem Ortsteil erhalten und ausbauen.

Um den Überblick zu behalten und Notwendiges von Wünschenswertem zu unterscheiden, habe ich gemeinsam mit dem Gemeinderat eine klare Prioritätenliste eingeführt. Hier sind alle Projekte verzeichnet. Das Wichtigste steht an erster Stelle, danach kommen Projekte, bei denen die Reihenfolge bereits geklärt ist, am Ende dann diejenigen, die von der Realisierung noch weit entfernt sind.

Die für das Jahr 2018 vom Gemeinderat beschlossene Prioritätenliste

Klare Prioritäten für die anstehenden Investitionen: Nur wer auflistet und in der Lage ist, die Projekte nach Dringlichkeit zu ordnen, und wer dabei “Wünschenswertes” von “Notwendigem” unterscheidet, behält den Überblick (Datenquelle Gemeinde Gottmadingen).

Für weitere Infos geht es mit dem Bild links zur aktuellen Prioritätenliste der Gemeinde.

Trotz knapper Finanzen war es so jedes Jahr möglich, mindestens ein wichtiges Projekt anzupacken, in den letzten Jahren sogar mehrere. Gut mit den Finanzen zu haushalten, heißt für mich also nicht, sich zu Tode zu sparen, sondern sinnvoll zu investieren, was man hat. Vor allem heißt es auch, jede denkbare Zuschussmöglichkeit auszuschöpfen. Der absolute Schwerpunkt lag dabei auf Projekten für Kinder und Jugendliche. Beispiele hierfür sind der Neubau des Katholischen Kindergartens, aber auch weiter zurück liegende Projekte wie die Fachräume für die Naturwissenschaften in den Eichendorffschulen, die Sanierungen der Grundschulen in Randegg und Bietingen, die Sanierung der Halle in Randegg – auch für den Schulsport – der konsequente Ausbau der Kinderbetreuung, auch für Kinder unter drei Jahren, und viele unterschiedliche Sportanlagen (Kunstrasenplatz, Schulsportplätze, auch in allen Ortsteilen). Mit dem Freibad konnten wir uns ein Großprojekt leisten, von dem die ganze Bevölkerung profitiert.
Die gestiegenen Besucherzahlen nach dem Umbau zeigen deutlich, dass wir hier in Punkto Freizeitwert für Jung und Alt, Sport und Erholung genau die richtige Mischung für Gottmadingen gefunden haben.

Ich stehe für Kontinuität und Verlässlichkeit. Die Gottmadingerinnen und Gottmadinger können sich darauf verlassen, dass die Projekte der Reihe nach verwirklicht werden. So ist es auch gelungen ein großes Projekt wie die Modernisierung  unser Höhenfreibades zu stemmen. Unser klarer Wille, das Eichendorffschulzentrum komplett neu zu bauen und dafür viel Geld in die Hand zu nehmen, unterstreichen die Schwerpunktsetzung zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen. Um das Großprojekt Schule stemmen zu können, werden wir uns in den nächsten Jahren bei anderen Projekten zurückhalten und stärker beschränken müssen. Nur so können wir die Finanzierung sicher stellen.

Nahe bei den Bürgerinnen und den Bürgern – Projekte gemeinsam entwickeln

In meinen ersten Jahren als Bürgermeister und auch aus dem Bürgerentscheid zum Umbau des alten Rathauses habe ich gelernt, wie wichtig der direkte Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern ist. Projekte entwickeln die Gemeindeverwaltung und ich gemeinsam mit den Betroffenen. Sie, die Gottmadingerinnen und Gottmadinger, sind die Experten für Ihre Anliegen – es wäre falsch, Ihr Expertenwissen nicht zu nutzen.

Mit den Dorfgesprächen, bei denen wir direkt vor Ort Ihre Anliegen besprechen und zusammen die zu sanierenden Gebäude oder die Fragestellungen erörtern, sind wir – so denke ich – auf dem richtigen Weg.

Für weitere Infos geht es hier zur Übersicht über die Dorfgespräche .

Mit der Bürgerbeteiligung beim Freibad mit Bürgerbefragung haben wir in Gottmadingen gemeinsam gezeigt, wie man Großprojekte im Konsens mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln kann. Die bemerkenswerte Beteiligung bei der entscheidenden Abstimmung über das “Ob” und das “Wie” des Freibads spricht für sich. Diesen Weg haben wir auch bei der Planung der Schule oder beim Projekt “Aufwertung unserer Spielplätze” konsequent fortgesetzt.

Ich finde, Gemeinderats- oder Ausschusssitzungen, gerade auch in den Ortsteilen, ergänzen dieses Angebot und ermöglichen, über die kleinen und großen Sorgen mit Ihrem Bürgermeister und der Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Angebote wie gemeinsames Joggen für ein Gespräch in einem eher privaten Rahmen runden die Gesprächsangebote ab.

Mit dem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess zum Höhenfreibad haben wir in Gottmadingen gemeinsam gezeigt, dass wir auch komplexe Themen auf einem guten Weg miteinander und unter Einbeziehung aller Interessensgruppen entwicklen können.

Auch bei meiner dritten Leitlinie “Nahe bei den Bürgerinnen und Bürgern – Projekte gemeinsam entwickeln” stehe ich für Verlässlichkeit und Kontinuität. So werde ich auch in Zukunft Dorfgespräche anbieten. Und wenn Sie meinen, es gibt ein Thema, bei dem „der Schuh drückt“ und das wir vor Ort besprechen sollten, dann kommen Sie einfach auf mich zu!

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